Dezembergedanken in der Boelerheide
Der Dezember – seit jeher ein Monat, in dem viele Gefühlslagen aufeinandertreffen. Die Tage sind kurz, dunkel und – zumindest in unseren Gefilden – meist trüb und grau. Es ist die Zeit, innezuhalten, sich zu erinnern und mit etwas Wehmut auf die vergangenen zwölf Monate zurückzublicken.
Gleichzeitig leuchten die Innenstädte in festlichem Glanz. Weihnachtsmärkte locken mit Licht, Musik und Düften – voller glücklicher, manchmal auch gestresster Menschen. Und irgendwie ist das im Vereinsleben gar nicht so anders: Man schaut gerne auf die schönen Momente zurück und hofft, dass die weniger guten im nächsten Jahr besser gelingen.
In den vergangenen Wochen mussten die Heidefreunde leider wieder häufiger auf dem Friedhof zusammenkommen, als uns allen lieb ist. Auch in diesem Jahr sind wieder Freunde und Freundinnen von uns gegangen, derer wir in diesen Tagen besonders gedenken.
Umso schöner ist es, dass wir unsere noch junge Tradition fortführen konnten: Mit einem Weihnachtsbaum im Herzen der Boelerheide versuchen wir, Licht, Freude und Hoffnung in die Adventszeit zu bringen.
Am Samstag vor dem ersten Advent machten sich einige Freunde im Rahmen des LeSaMo an die Arbeit. Unser Freund Patrick Engelbert hatte die schöne Tanne bereits am Vortag gesetzt, sodass wir – mit schwindelfreien Helfern, darunter unser Schützenkönig und Förster in Personalunion mit seinem Eleven Patrick, dem Organisator Stephan Rasche und dem Equipment der Firma Eulerich – zügig ans Werk gehen konnten. Die Lichterkette wurde sorgfältig drapiert, und die vielen selbstgebastelten Anhänger der Boelerheider Kindergärten fanden ihren Platz am Baum. Von Jahr zu Jahr wird der Schmuck vielfältiger und liebevoller – ein Zeichen dafür, wie sehr diese kleine Tradition bereits gewachsen ist.
Am Abend erstrahlte der Baum schließlich in vollem Glanz – und man durfte stolz sein auf den festlichen Anblick.
In den kommenden Jahren möchten wir diese schöne Tradition unbedingt fortsetzen – aus eigenen Mitteln und mit Unterstützung von Freunden. Ein leuchtender, bunt geschmückter Weihnachtsbaum soll auch künftig das Herz der Boelerheide erhellen.
Doch an dieser Stelle sei auch etwas Wehmut erlaubt: Wie schön wäre es, wenn sich beim Aufbau nicht nur die Heidefreunde und Schützen, sondern auch ein paar Sänger, Mitglieder der Kirche oder des Sportvereins einfinden würden? Wenn man gemeinsam anpackt, plaudert, vielleicht einen Glühwein trinkt oder eine Bratwurst isst – und am Ende zusammen unter dem Baum steht, ein Lied singt, während die Kinder ihren selbstgebastelten Schmuck bewundern.
So ließe sich die Boelerheide Stück für Stück ein bisschen schöner und lebenswerter machen. Wir bleiben jedenfalls dran – und werden nicht müde, es Jahr für Jahr zu versuchen. Vielleicht gelingt es ja irgendwann, dass wir in großer Zahl gemeinsam um unseren Weihnachtsbaum stehen und ein paar friedliche Stunden miteinander verbringen.
Ein herzlicher Dank gilt allen Organisatoren, Sponsoren und helfenden Händen – aus den Reihen der Heidefreunde, des Schützenvereins und allen, die der Boelerheide treu verbunden sind.